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Dierkower Damm 39 a 18146 Rostock
Tel.:(0381) 455771 / 4925220
Fax.(0381) 4925189 |
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Der Verein Wohltat e.V. wurde im Juli 1991 durch
acht ehrenamtliche Mitglieder, die selbst als Mitarbeiter in gemeinnützigen Vereinen, sozial engagierten
Gesellschaften, in öffentlichen Einrichtungen oder in selbstverwalteten Betrieben tätig waren, gegründet.
Ziel des Vereins war und ist es, Menschen zu beschäftigen, die auch auf dem zweiten Arbeitsmarkt
keine Chance mehr haben. Damit sich dies ändert, hat sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt
entwickelt. Langzeitarbeitslose, Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfänger, Wohnungslose oder Schwervermittelbare,
die schon fünf und mehr Jahre Arbeitslosigkeit hinter sich haben bekommen hier eine Chance geboten, in das
sogenannte normale Leben zurückzukehren. Alle diese Arbeitnehmer sind oftmals nicht mehr in der Lage, ihrer
Pflicht, sich selbst aktiv um Arbeit zu bemühen, nachzukommen. In dem Verein Wohltat e.V. werden sie an- und
ernst genommen, auch mit ihren oftmals unliebsamen unverständlichen Verhaltensweisen.

Auftretende Schwierigkeiten in diesem Sozialisierungsprozeß, werden mit Hilfe einer Personalentwicklerin
versucht zu lösen. Sie begleitet die Arbeitnehmer zu Ämtern und Behörden, hilft beim Aufsetzen von
offiziellen Schreiben, der Schuldenregulierung und ist bemüht, gemeinsam mit den Arbeitnehmern eine
individuelle Arbeits- und Lebenswegplanung zu finden.
Einige Arbeitnehmer kommen aus betreuten Wohnformen bzw. aus Resozialisierungseinrichtungen. Für viele
dieser Menschen konnte erreicht werden, dass sie wieder einen eigenen Wohnraum erhalten haben. Dieser
wird mit Hilfe des Vereins malermäßig instandgesetzt und Unterstützung bei der Einrichtung gegeben.
Eine Nachbetreuung erfolgt auf Wunsch.
1997 ist es dem Verein gelungen, einen marktorientierten Arbeitsförderbetrieb auszugründen, der heute
unabhängig vom Verein auch ohne dessen Beteiligung existiert.
Seit 1995 betreibt der Verein eine Suppenküche mit mehreren Ausgabestellen.
Es war zu diesem Zeitpunkt die erste Suppenküche in der Hansestadt Rostock. Heute beliefert die Küche nicht
nur zwei eigene Ausgabestellen, sondern auch zwei Tagesstätten für Obdachlose und drei Wohnunterkünfte
von anderen Trägern. Die Ausgabestellen sind als einzige in der Hansestadt sieben Tage in der Woche geöffnet,
auch an den Feiertagen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde 1995 die erste Rostocker Straßenzeitung mit dem Namen
"STROHhalm" als ein Projekt des Vereins Wohltat gegründet.
Ziel dieser Zeitung ist es, das soziale Bewusstsein in der Bevölkerung wachzuhalten. Ein Sprachrohr für
die Sozialschwachen und eine Möglichkeit, auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.
Sie ist ein fester Bestandteil in der Hansestadt Rostock und gehört schon zum öffentlichen Stadtbild.
Vorwiegend soll das Projekt Hilfe zur Selbsthilfe sein. Die Verkäufer der Straßenzeitung sind selbst
Betroffene, die oftmals keine oder nur geringe Leistungen beziehen.
Die vom Verein durchgeführten Projekte tragen stets zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur in der
Hansestadt Rostock bei. Ziel soll es sein, Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten bzw. sie in
der erreichten Stabilität weiter zu festigen und ihnen wieder Mut zu machen.
Um all den Anforderungen, die an den Verein gestellt werden, sowie der Umsetzung seiner Ziele gerecht zu
werden, ist der Verein Mitglied u.a.
- Im Haus der Demokratie
- Im Arbeitskreis "Contra Obdachlosigkeit" in der Arbeitsgruppe Arbeit
- Beim Frauenpolitischen Tisch
- In den Projekten der Landesarmutskonferenz
- Im gemeinnützigen Förderverein "Ge(h)hilfe" - Straßenzeitungen in M/V
- Im Bundesverband regionaler Straßenzeitungen von und für Menschen in
sozialer Not- Soziale Straßenzeitungen e.V.
Die Geschäftsführerin des Vereins, Babette Limp, ist seit
Oktober 1999 Sprecherin in der Landesarmutskonferenz in Mecklenburg/Vorpommern.
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